Naturschutzprojekt Felis-Lupus
Wolf, Wildkatze & Luchs in Thüringenlogo

Verbreitung - Wolf (Canis lupus)

Hier geht's zur interaktiven Verbreitungskarte (Canis lupus) in Deutschland und Europa

 

Vorkommen von Wolf in Europa nach WWF (Stand 2012). Der finnische Bestand innerhalb der Karelischen Population (750) wird nach derzeitigen pesimistischen Annahmen auf etwa 135 Wölfe geschätzt. Grund hierfür ist die aktuell anhaltende massive illegale Tötung ganzer Rudel in Finnland. 

 

Stand Sept. 2016: im Monitoringjahr 2015/16 wurden insgesamt 46 Wolfsrudel, 15 Wolfspaare und 4 residente Einzelwölfe in Deutschland dokumentiert

 

Derzeitig amtlich bestätigte Erst-Nachweise für Wolf in Thüringen seit dem Jahr 2000 (SCALP-Kategorie C1). Für die aktuellen Nachweise und Nachweisgebiete in Thüringen und in Deutschland schauen Sie bitte auf die ständig aktualisierte interaktive Verbreitungskarte > hier

 

Übersichtskarte der Wolfsabschüsse in Deutschland (rechts) während der Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre. Auffällig dabei ist gute Übereinstimmung der Daten mit dem heutigen Verbreitungsgebiet der Wölfe (Karte links: aktuelle Nachweisgebiete nach LUPUS, Karte rechts: Wolfabschüsse in Deutschland nach Promberger et al. 1992).

> Hier geht's zur interaktiven Verbreitungskarte (Canis lupus lupus) in Deutschland <

 

Abb. Kathrin Worschech (Mauritianum Altenburg).

 

 Thüringen war schon immer auch Wolfsland (hier eine Karte mit Orts- und Flurnamen mit "Wolf" im Wortstamm, Abb. aus: Thüringer Wald - Natur in Szene gesetzt. Führer durch die Ausstellung im Museum der Natur Gotha, hrsg. vom Museum der Natur Gotha 2001, S. 29)

Abb. 2 aus dem aktuellen "Managementplan für den Wolf in Thüringen" (TMUEN, Stand: Dez. 2015): nach derzeitigem Kenntnisstand über die möglichen Wolfs-Ausbreitungswege gilt Thüringen als ein potentielles Verpaarungsgebiet der Zentraleuropäischen Population (ehem. Ostdeutsch-Westpolnische-Population) mit der alpinen und den südost-europäischen Populationen ! 

 

SCALP - Status and Conservation of the Alpine Lynx Population

Als Grundlage zur Bewertung von Wolfsnachweisen dienen die international bewährten Kriterien zum Luchsnachweis (SCALP Status and Conservation of the Alpine Lynx Population, vgl. hierzu Monitoring von Großraubtieren in Deutschland, BfN 2009):

• C1: eindeutiger Nachweis = harte Fakten, die die Anwesenheit eines Großraubtiers eindeutig bestätigen (Lebendfang, Totfund, genetischer Nachweis, Foto, Telemetrieortung).

• C2: Bestätigter Hinweis = von erfahrener Person überprüfter Hinweis (z. B. Spur oder Beutereste (Riss), bei dem ein Großraubtier als Verursacher bestätigt werden konnte. Die erfahrene Person kann den Hinweis selber im Feld oder anhand einer Dokumentation von einer dritten Person bestätigen.

• C3: Unbestätigter Hinweis = Alle Hinweise, bei denen ein Großraubtier als Verursacher auf Grund der mangelnden „Beweislage" von einer erfahrenen Person weder bestätigt noch ausgeschlossen werden konnte. Dazu zählen alle Sichtbeobachtungen, auch von erfahrenen Personen, ferner alle Hinweise, die zu alt, unklar oder unvollständig dokumentiert sind, außerdem wenn zu wenige Hinweise vorliegen, um ein klares Bild zu ergeben (z. B. bei Spuren) oder aus anderen Gründen für eine Bestätigung nicht ausreichen; ebenso alle Hinweise, die nicht überprüft werden konnten. Die Kategorie C3 kann in Unterkategorien „wahrscheinlich" und „unwahrscheinlich" unterteilt werden.

• Falsch: Falschmeldung = Hinweis, bei der ein Großraubtier als Verursacher ausgeschlossen werden konnte oder sehr unwahrscheinlich ist.