Naturschutzprojekt Felis-Lupus
Wolf, Wildkatze & Luchs in Thüringenlogo

Pro Wolf 

Der Wolf ist dem Menschen gegenüber grundsätzlich scheu und für ihn ungefährlich. Derzeit befürworten nach Angaben von Woxikon 82 % der Thüringer die Rückkehr des Wolfes nach Thüringen. Im bundesdeutschenvergleich ein überdurchschnittlich guter Wert. Nach einer Studie des WWF-Deutschland sind es hiernach 71% die sich für den Wolf aussprechen.

Wölfe vermehren sich nicht unkontrolliert und  leben im Familienverband als Rudel in einem festen Rudelterritorium. Der Wolf stellt keine hohen Anforderungen an seinen Lebensraum: er benötigt lediglich ausreichendes Nahrungsangebot und Rückzugsgebiete für Ruhe und die Aufzucht seiner Nachkommen.

Aufgrund der Größe seiner potentiellen Streifgebiete (50 bis 350 qkm/Rudel = 4 bis 10 Wölfe) gehört der Wolf in einem so dicht besiedelten Gebiet wie Deutschland, mit seinem engen Verkehrs- und Straßennetz, zu den sog. konfliktträchtigen Tierarten.

Nach bisherigen Untersuchungen schöpft der Wolf seine Nahrung hauptsächlich aus Wildtierbeständen wie Reh (ca. 55 %), Rothirsch (ca.  30%) und Wildschwein (18%). Er erbeutet dabei überwiegend schwache und kranke Tiere. Aktuelle Untersuchungen im sächsischen Jagdbetrieb haben gezeigt, dass die Anwesenheit des Wolfes grundsätzlich keine negativen Auswirkungen auf das Wildtierverhalten und die Wildtierbestände hat. In äußerst seltenen Situationen greift er auch auf Nutztierbestände zurück (<1 %). In Fällen von Nutztierrissen geht es häufig um Kompensationsforderung seitens der Nutztierhalter. Für entsprechenden Schadensausgleich kommt ein sog. Managementplan zur Anwendung, der grundsätzlich Prävention vor Kompensation stellen muss. Agieren statt reagieren - um auch die Rückkehr der Wölfe nach Thüringen zu erleichtern und möglichst konfliktarm zu gestalten, unterstützen wir außdrücklich den Managementplan für Wölfe in Thüringen !

Die wichtigsten drei Säulen unseres Handelns für den Wolf und des Wolfsmanagements in Thüringen:

1. Monitoring (wissenschaftliches Monitroing und ökologische Begleituntersuchungen) 

2. sachliche Öffentlichkeitsarbeit (Aufklärung statt Mythologisierung auf Grundlage transparenter Daten)

3. zielgerichteter Wildgatter- u. Weidetierschutz (Prävention und Schadensausgleich)

Um mögliche Konflikte zwischen Mensch und Wolf (aber auch zwischen Haushund und Wolf, z.B. Übertragung von Krankheiten, Hybridisierungen) zu vermeiden, gilt der Grundsatz des frühzeitigen Handelns insbesondere auch für Thüringen. Dafür setzen wir uns ein!